Zahlung per PayPal

Der Bezahldienst PayPal ist wohl am bekanntesten im Zusammenhang mit dem Internetauktionshaus eBay, dem PayPal übrigens auch gehört. Über PayPal werden zumeist kleinere Zahlungen abgewickelt. Anders als bei den meisten Banken, gibt es als „Erkennungsmerkmal“ bei PayPal keine Kontonummer, sondern es wird die E-Mail Adresse genutzt.

Die Funktionsweise

Der große Vorteil von PayPal ist, dass die Zahlungen, die man über PayPal vornimmt, innerhalb kürzester Zeit dem PayPal-Konto des Empfänger gutgeschrieben werden – unabhängig davon, wo sich dieser befindet. Eine Zahlung innerhalb Deutschlands dauert damit genauso lange, als wenn man das Geld an einen Händler in Korea überweist. Dabei kann man entscheiden, ob man das Geld von dem eventuell auf dem PayPal-Konto vorhandenen Guthaben überweist. Zusätzlich gibt es in Deutschland noch die Möglichkeiten, das PayPal-Konto mit dem eigenen Girokonto zu verknüpfen. Führt man also eine Zahlung aus, wird die Summe automatisch per Lastschrift vom Girokonto abgebucht. Im Normalfall werden die Zahlungen über PayPal ausgeführt, bevor die Lastschrift eingereicht wurde. Erst dann, wenn mal eine Lastschrift nicht eingelöst wurde (z.B. mangels Deckung), wird künftig auf die Einlösung gewartet, bevor die Zahlung ausgeführt wird. Alternativ kann die Zahlung auch über das eigene Bankkonto mit Giropay durchgeführt werden oder eine Kreditkarte verwendet werden: Bei einer Zahlung wird das Kreditkartenkonto belastet und das Geld dem Empfänger direkt gutgeschrieben.

Die Kosten

Was kostet der Spaß? Für Käufer ist die Nutzung von PayPal grundsätzlich kostenlos. Dies schließt auch Zahlungen an weit entfernt lebende Händler ein. Entsprechend ist Paypal aus Käufersicht eine meist bevorzugte Zahlungsmethode, da sie deutlich günstiger ist, als beispielsweise eine Zahlung per Banküberweisung. Zahlen muss hingegen der Empfänger, wobei beispielsweise die Kosten für eine Zahlung aus der EU nach Deutschland (in Euro) derzeit 1,9% des Betrages zzgl. einer Pauschale von 35 Cent betragen. Für Händler, Zahlungen in weiter entfernte Regionen und Umrechnung von Währungen, nimmt PayPal andere Gebühren. Manche Händler nehmen bei einer Zahlung über PayPal vom Käufer aus diesem Grunde zusätzliche Gebühren. Zur Sicherheit sollte man mit dem Verkäufer die Zahlungsmodalitäten und die entsprechenden Kosten vorab klären.

Der Käuferschutz

PayPal wirbt sehr offensiv mit dem sogenannten PayPal Käuferschutz, der früher nur für Zahlungen bei eBay, heute jedoch auch für andere Zahlungen gilt. Im Falle von Problemen wie beispielsweise dem Nichtversand der Ware oder aber starken Abweichungen von der Beschreibung sollte PayPal den Kaufpreis und die Versandkosten zurückerstatten. Dies ist jedoch kein Automatismus, da PayPal immer erst entscheiden muss. Zur Sicherheit sollte man immer vorab die entsprechenden Käuferschutzrichtlinien durchlesen sowie die AGB anschauen. So einfach ist es nämlich nicht immer, PayPal Zahlungen zu stornieren.

Zusammenfassung

Gerad bei der Zahlung von kleinen Beträgen, die quer um die Welt geschickt werden müssen, ist PayPal eine der besten Zahlungsmöglichkeiten. Dies betrifft nicht nur die Geschwindigkeit, in der die Zahlungen abgewickelt werden, sondern in gleichem Maße auch die vergleichsweise geringen Kosten, insbesondere im Hinblick darauf, was bei einer entsprechenden Zahlung per Überweisung an Kosten anfallen würde. Innerhalb Deutschlands ist die Zahlung per Überweisung meist günstiger für den Verkäufer. Vor diesem Hintergrund sollte man bei einer angebotenen PayPal-Zahlung immer schauen, ob der Verkäufer hierfür gesonderte Gebühren in Rechnung stellt. Insgesamt ist PayPal jedoch gerade für die beschriebenen kleinen Zahlungen sehr zu empfehlen.

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