Zahlung per Scheck

O Schreck, der Scheck, wird sich mancher denken, wenn er einen Scheck erhält. Während früher die Zahlung per Scheck noch sehr weit verbreitet war, hat sich dies heute gewandelt. Im Normalfall gebrauchen Privatpersonen heutzutage keine Schecks mehr. Doch ab und an erhält man auch heute noch einen Scheck, zum Beispiel von einer Versicherung. Auch bei der Bezahlung im Internet kann es vorkommen, dass dies angeboten wird. Dies ist jedoch in aller Regel so unpraktikabel, dass wir hier nicht näher darauf eingehen und uns stattdessen darauf fokussieren, was zu tun ist, wenn man einen Scheck erhält. Dies ist selten genug, so dass man in einem solchen Fall selten weiß, was nun zu tun ist.

Was ist ein Scheck?

Was nun? Zunächst einmal muss man wissen, was ein Scheck eigentlich ist. Ein Scheck ist ein Wertpapier, dass die unbedingte Zahlungsanweisung eines Kunden an ein Kreditinstitut enthält. Gegen Vorlage des Schecks bei der Bank des Ausstellers, erhält der Einreicher des Schecks den darauf beschriebenen Betrag, sofern, das Konto des Ausstellers hinreichend gedeckt ist. In aller Regel wird man jedoch nicht zu der Bank des Austellers gehen, sondern den Scheck bei der eigenen Hausbank einlösen, die dann den Einzug des Betrages  bei der Bank des Ausstellers (bezogene Bank) übernimmt.

Die Arten von Schecks

Es gibt verschiedene Typen von Schecks, wobei wir hier nur auf die gebräuchlichsten eingehen werden. Zunächst einmal gibt es Barschecks. Diese können in bar bei der bezogenen Bank eingelöst werden. Der Nachteil ist, dass bei Verlust des Schecks jeder diese Summe erhalten kann, also ist dies so unsicher, wie Bargeld. Verrechnungsschecks hingegen können nicht in bar eingelöst werden, sondern müssen über ein Girokonto abgerechnet werden. Da kaum ein Dieb so dreist bzw. dämlich sein wird, den Scheck über sein Girokonto einzulösen, gibt dies zusätzliche Sicherheit. Erkennen lassen sich Verrechnungsschecks an dem Hinweis „Nur zur Verrechnung“, der auf dem Scheck stehen muss. Verbreitet war früher auch, oben links auf dem Schecks zwei parallele diagonale Striche zu machen („gekreuzter Scheck“). Dies ist jedoch nicht gesetzlich bindend.

Bei der Übertragbarkeit von Schecks unterscheidet man zwischen Inhaberschecks und Namensschecks. Erstere können ohne Probleme weitergegebene werden, während dies bei Letzteren eher nicht geht. Da der Namensscheck in Deutschland in der Praxis nicht vorkommt, ist dies jedoch nicht weiter relevant. Der Orderscheck ist eine besondere Form des Schecks. Man kann diesen daran erkennen, dass normalerweise auf der rechten Seite ein roter Balken gedruckt ist, in dem Orderscheck steht. Ganz wichtig ist es hier, dass der Empfänger des Schecks auf der Rückseite unterschreibt, sonst kann er nicht eingelöst werden. Gibt er den Scheck weiter, muss jeder, der den Scheck zwischenzeitlich besessen hat, auf der Rückseite unterschreiben. Dies bezeichnet sich als lückenlose Indossamentenkette.

Die Einreichung

Erhält man einen Scheck, ist es üblich, diesen bei dem eigenen Kreditinstitut einzureichen. Hierzu liegen üblicherweise Vordrucke aus, die als Scheckeinreicher o.ä. bezeichnet werden. Auf diese müssen verschiedene Angaben zum Scheck gemacht werden, beispielweise die Schecknummer und die bezogene Bank. Gleichzeit trägt man seine persönlichen Daten wie Kontonummer und Name ein, damit der Scheck auf das eigene Konto gutgeschrieben werden kann. Einreicher und Scheck werden dann bei der Bank abgegeben, die sich um den Einzug kümmert. Da dies insbesondere bei Schecks aus dem Ausland sehr lange dauern kann, wird meist der Betrag dem Konto des Einreichers meist von der Hausbank gutgeschrieben, bevor sie von der bezogenen Bank die Summe erhält. Dieser Betrag ist „Eingang vorbehalten“, das heißt, die Hausbank tritt in Vorleistung. Sollte der Scheck platzen und der Aussteller nicht genug Deckung auf dem Konto haben, wird der Betrag dem Konto wieder abgezogen. Gerade für solche Fälle ist es wichtig, dass man sich genau an die Vorlagefristen eines Schecks hält, die bei Inlandsschecks 8 Tage beträgt (europäisches Ausland 20 Tage, außereuropäisches Ausland 70 Tage), beginnend mit dem Ausstellungsdatum, wobei dieser Tag nicht mitgezählt wird. Zwar ist auch eine spätere Einreichung in aller Regel ohne Probleme möglich, doch verliert man in einem solchen Fall die speziellen scheckrechtlichen Rückgriffsrechte nach dem Scheckgesetz im Falle des Platzenes des Schecks. Natürlich bleibt die Forderung von einem Ablauf der Einreichungsfristen unberührt.

Die Kosten

Pauschal kann man nicht sagen, wie hoch die Kosten für eine Scheckeinreichung ist, da sich die Konditionen der Kreditinstitute erheblich unterscheiden. Manche Banken ziehen für ihre Kunden die Schecks kostenlos ein, während andere Institute hierfür auch mal gerne mehrere Euro Gebühren berechnen. Noch einmal unterschiedlich kann dies sein, wenn man einen Scheck aus dem Ausland einlösen möchte, noch dazu wenn dieser auf eine andere Währung wie zum Beispiel US-Dollar oder britische Pfund lautet. Im Zweifelsfall sollte man in die Gebührenübersicht der Bank schauen oder den Bankangestellten am Schalter fragen.

Zusammenfassung

In der Praxis sind Schecks so selten, dass sie im Zahlungsverkehr keine große Rolle spielen. Erhält man doch einmal einen Scheck, sollte man diesen zur eigenen Hausbank bringen und dort auf das eigene Konto einlösen. Dennoch ist dies nicht unbedingt ein sicherer Weg, da das Konto des Ausstellers hinreichend gedeckt sein muss, damit der Scheck eingelöst werden kann. Unter Berücksichtigung von Kosten und Risiken ist eine Zahlung per Scheck aus Sicht des Zahlungsempfängers nach Möglichkeit zu vermeiden.

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